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Was geschieht HINTER der Fassade?

"Denke nicht an das was du siehst, sondern an das was nötig war um es zu produzieren!"

Hauptproblem dabei sind die vermittelten Gedankenmodelle, welche zum Hindernis des Erkennens der Wirklichkeit werden: Das Problem der „semantischen Falle“. „Wir wissen nicht, was wir nicht wissen!“ - oder, anders gesagt, wir sind immer nur in der Lage, uns beim Denken entlang der impliziten Logiken der Begriffe zu hangeln. (C. Lehmann)


Es ist im Grunde nicht schwierig...

„… eine Reihe von Schlüssen zu ziehen, deren jeder sich vom vorhergehenden ableitet und an sich unkompliziert ist. Wenn man nach diesem Vorgehen nun einfach alle Zwischenschnitte überspringt und seinen Zuhörern nun den Ausgangspunkt und die Lösung präsentiert, lässt sich eine verblüffende Wirkung erzielen, die allerdings nach Effekthascherei aussehen mag.“ *A.C. Doyle*


Montag, 8. November 2010

Castor - Nachts wenn es keiner merkt rollt das deutsche Räumkommando


Nachtaktion: Polizei räumt die Castor-Blockade“, heißt es auf nachrichtende.com.
Stundenlang warteten die Einsatzchefs auf den richtigen Augenblick - kurz nach Mitternacht gaben sie dann den Befehl. Die Polizei hat in der Nacht die Räumung der Castor-Bahnstrecke durchs Wendland begonnen. Bis zu 2000 Anti-Atomkraft-Aktivisten hatten die Trasse am Sonntag blockiert.

Harlingen - Sie feierten, sie tanzten, sie sangen - alles auf den Schienen. 2000 Menschen haben am Sonntag bei Harlingen die Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg blockiert, um den Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben zu stoppen. Doch vergebens: Gegen 1.40 Uhr in der Nacht begann die Polizei, die Strecke zu räumen.

Hunderte Polizisten sollten die Gleise in der Nacht Meter für Meter von den Anti-Atomkraft-Aktivisten befreien. Konfliktmanager gingen dabei zunächst durch die Reihen der Blockierer und forderten sie auf, den Bahndamm zu räumen. Wer sitzenblieb, wurde weggetragen, mancher auch weggeschleift. Selbst wer freiwillig ging, wurde von Beamten abgeführt. Die Menschen kamen vorläufig in Gewahrsam.

Der Einsatzbefehl erging Nachrichtenagenturen zufolge kurz nach Mitternacht.

Dazu der ganze Bericht hier:


Klammheimlich, wenn es dunkel ist und die Mehrheit sich kurz vor Wochenbeginn in den süßesten Träumen befindet, läßt das Land ihre unangenehmsten Demonstranten „wegholen“. Dann wenn es dunkel ist, und es keiner sehen kann.
„Vertreter mehrerer Initiativen riefen noch dazu auf, die Blockade nicht während der Dunkelheit zu räumen.“
Es gibt aber nicht nur deswegen Knatsch unter allen Beteiligten. Wie bereits in Stuttgart auch schon, gab es folgende Stimmen:
„Nachrichtenagenturen berichteten von Spannungen zwischen den Polizeigewerkschaftern und der Einsatzleitung. Viele Beamte waren mehr als 24 Stunden im Einsatz; einige beklagen, dass sie den Kopf hinhalten müssen für eine Politik, die in der Bevölkerung auf massiven Widerstand stößt. "Wir können die Demonstranten verstehen", wurde einer zitiert. 
Gewerkschaftschef Wendt sagte zu dem rund dreitägigen Einsatz seiner Kollegen: "Die Polizei ist absolut am Ende ihrer Kräfte". Mittlerweile seien 20.000 Beamte im Einsatz. Durch Traktorblockaden meuternder Landwirte aus dem Wendland wurden Nachschublinien abgeschnitten. Zahlreiche Polizisten klagten über zu wenig Essen, weil die mobilen Küchen nicht durchkämen - genauso wie die Einheiten, die die entnervten Kollegen nach vielen Stunden Dienst ablösen sollten.“
Kommentar: 

Erst wird gejammert wie es mit der angeblichen „Gewaltbereitschaft“ gegenüber grundsätzlich bewaffneten und mit dem Gewaltmonopol ausgerüsteten Staatselementen ausschaue, und dann wird sich in Selbstmitleid ergeben, dass man dabei noch nicht einmal genug zu fressen bekommen würde. 

Ja, es ist tatsächlich so, ein Polizeibeamter wie auch ein Soldat muß immer den Kopf für die Regierungen hinhalten, und es ist auch nicht in Ordnung, wenn ein kleiner Staatsdiener – der „vorne zu stehen“ hat – immer wieder für die Fehler der Regierungen bluten muß, aber sind wir doch mal ehrlich:

Mitleid? Weil das so ist, und sie nicht mal mehr „genug zu Essen“ haben, da die mobilen Küchen nicht mehr durchkamen? Nein, nicht wirklich. Oder hat irgendwer einen Staatsdiener jemals zu seinem Beruf gezwungen? Nein, den haben sie sich alle selber ausgesucht. Das wollten sie so.

Warum? Ja, fragt euch dass lieber selber warum ihr das so wolltet. Weil ihr ein Haus, ein Auto, Kinder und Urlaub, Steuererleichterungen und eine Pensionsabsicherung für immer und ewig dafür erhaltet? Fragt es euch selber, und wenn ihr etwas „verstehen“ könnt, warum macht ihr euch zu befehlsempfangenden Schergen? Dann versteht ihr gar nichts, und arbeitet auf Befehl. Wie tote Holzpuppen. Wie Marionetten, wie Schergen eben.

Schmeißt eure Kampfausrüstungen, eure Waffen, und eure gepanzerten Räumfahrzeuge in die Ecke und „versteht“ endlich richtig und sagt es nicht nur, weil ihr es womöglich ehrlich meint, aber keine eigene Meinung haben dürft. Dann laßt lieber auf der Stelle alles fallen und geht nach Hause und seid ihr selbst.

Aber Mitleid, dass ihr nicht genug zu Fressen habt, nein, nun wirklich nicht. Wer sich entschieden hat auf der Seite des Staates zu stehen – schlimmstenfalls gegen die Bevölkerung und womöglich seine eigenen Überzeugungen antreten muß - der sollte das nicht vergessen. Weil ihr nur Sündenböcke seid? Dafür gibt es kein Mitleid. Ihr macht das freiwillig.

Ihr seid Typen in Uniform. Staatsdiener und Menschenjäger. Das habt ihr halt so gewollt. Dafür gibt es kein Mitleid.

Der Staat hat gewonnen? Mitten in der Nacht, wenn es dunkel ist und es keiner sieht, werden Sitzblockaden geräumt? 

Was hat der Staat denn gewonnen in den letzten vier Jahrzehnten? 

Außer politischem Gesellschafts-Chaos, Kriegstreibereien, fortwährende und geschürte soziale Konflikte und völligem Desinteresse gegenüber tausenden von Stimmen der Bevölkerung, ist doch in den letzten vier Jahrzehnten überhaupt nichts „gewonnen“ worden. 

In der Bananenrepublik Deutschland wird verloren. Verloren an Selbsttätigkeit, an Aufrichtigkeit, an Rückgrat, an seriöser, halbwegs ehrlicher Arbeit, und an Demokratie wie die Freiheit sagen zu können was man für richtig hält. Und Widerstand zu leisten, wenn ein Land nicht mehr im Namen seiner Bevölkerung geführt wird. Und wenn Menschen beginnen sich das selbständig wieder zu erarbeiten, kommt dieser Staat und erzählt was von „hartem druchgreifen“, wie man seine Meinung zu äußern hat und wie man – am Besten gar nicht – zu demonstrieren, zu protestieren hat, und Sparmaßnahmen jedes Jahr auf das Neue ankündigt, während die Bonzen, die Konzerne immer mehr in den Rachen geschoben bekommen, was sie selbst zuvor vernichtet hatten.

Dieser „Staat“ und seine Funktionäre machen nichts anderes mehr wie sich ihre Welt so „hinzuscheißen“ wie sie die gerne fortlaufend hätten.

Mit diesem „Staat“ ist nichts mehr zu gewinnen. Dieser „Staat“ macht was er will und interessiert sich einen feuchten Kehricht für Sie alle und den Rest der Welt.

Und genau deswegen muß er auch dann kommen, während Sie sich in Ihren tiefsten Träumen befinden, und wie immer nichts davon mitbekommen (können).

Nachts, wenn es dunkel ist und es keiner sieht.

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